Nur dann hat hierzu der Richter Befugniß und Ver⸗
anlaſſung, wenn in Entfuͤhrungsfaͤllen der Entfuͤhrer
nachweiſen will, daß er, der im Artikel 340 bemerk⸗ ten Vermuthung ungeachtet, nicht fuͤr den phyſiſchen
Vater des Kindes zu achten ſei, das die von ihm Entfuͤhrte außer der Ehe geboren hat. Die dritte
unnd beſtgeſetzte Claſſe der Unehelichgebornen bilden end⸗ lich die Legitimirten. Zahlreich kann verhaͤltniß⸗ maͤßig dieſe dritte Claſſe darum nicht werden, weil der Code Napoléon blos den modum legitimandi per ſubſequens matrimonium allein anerkennt.„. Die unbeſchraͤnkte Freiheit, welche das Geſetz,
wie geſagt, dem unehelichen Vater in der Regel giebt, das von ihm außer der Ehe erzeugte Kind nach Will⸗
kuͤhr entweder fuͤr ſein Kind anzuerkennen, oder zu
verkennen; der Umſtand, daß die Anerkennung eines
unehelichen Kindes fuͤr das ſeinige mit beſtimmten
Feierlichkeiten geſchehen muß; die Da fachrunh„ daß,
nach dem Artikel 340, der Richter dieſe Anerkennung
auch in Entfuͤhrungsfaͤllen dann nicht ergaͤnzen darf, wenn der Entfuͤhrer beweiſen kann, daß er nicht als
der phyſiſche Vater des Kindes zu achten iſt, deſſen die
eſt interdite, außer den Enrfuͤhrungsfaͤllen„(denn
von ihm Entfuͤhrte außer der Ehe geneſen iſt; die Er⸗ waͤgung, daß nur blos in Entfuͤhrungsfaͤllen die Aner⸗ kennung von dem Richter ergaͤnzt werden kann„ wenn eines Theils die Zeit der Entfuͤhrung mit der der Schwaͤngerung zuſammentrifft, und andern Theils
der Entfuͤhrer den unternommenen Beweis der Un⸗
wahrſcheinlichkeit ſeiner phyſiſchen Vaterſchaft nicht hat vollfuͤhren koͤnnen, ſowohl als daß in allen uͤbrigen Faͤllen der Richter nach der Freiheit der Anerkennungs⸗ bandlung keine Veranlaſſung, und wegen der Allge⸗ meinheit der Regel: la recherche de la paternité
exceptio in calibus non exceptis firmat regu- Cept. reg
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