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der Ehe Gebornen haben ſollen, als die Berechtigung
der unehelichen Kinder, ihre unehelichen Eltern ab im teſtato zu beerben, feſtzuſetzen.
Kann man aber, ohne ſich einer Interpretations⸗ iniquitaͤt ſchuldig zu machen, die Geſetzgebung eines Widerſpruchs darum beſchuldigen, weil ſie unehelichen Kindern gegen ihre Eltern Filiationsberechtigung zu⸗ geſteht, ihnen aber dennoch zugleich Inteſtat⸗Succeſ⸗ ſions⸗Berechtigung gegen ihre Eltern verſagt?
Gehen wir ſodann zu dem dritten Kapitel des Iten Titels im 1ſten Buche zuruͤck, ſo finden wir, daß der Code Napoléon von allen Unehelicherzeugten drei Claſſen bildet. Zu der erſten und unterſten ge⸗
hoͤren diejenigen, welche keinen Vater haben, der ſie geſetzmaͤßig anerkannt hat. Dieſe ſind ganz in der La⸗
ge, in der ſich, nach der roͤmiſchen Geſetzgebung, die Spurii befinden. Die zweite ſchon beſſer geſetzte Claſſe machen diejenigen aus, die von ihrem uneheli⸗ chen Vater, mit Beobachtung der geſetzlichen Form, anerkannt worden ſind. So wie dieſe Anerkennung
mit puͤnktlicher Beobachtung der vorgeſchriebenen Joͤrmlichkeit bewirkt werden muß, wenn dadurch ein
Unehelichgeborner in dieſe Claſſe kommen ſoll; ſo muß auch in der Regel dieſe Anerkennung eine ganz freiwillige Handlung des Anerkennenden ſeyn. Dieſe
gegel leidet blos bei Entfuͤhrungsfaͤllen eine, und noch
dazu ſehr eingeſchraͤnkte, Ausnahme. Da das Geſetz
die Anerkennung eines unehelichen Kindes ſo ganz der freien Willkuͤhr des Anerkennenden uͤberlaͤßt, ſo iſt na⸗ tuͤrlich jede Conteſtation uͤber die phyſiſche Vaterſchaft des Anerkennenden undenkbar, und der Richter hat eben ſo wenig ein Recht, noch eine Veranlaſſung, uͤber die phyſiſche Baterſchaft des Anerkennenden Unteriu⸗
chungen anzuſtellen, und durch ſeinen Rechtsſpruch
noch die phyſiſche Vaterſchaft außer Zweifel zu ſetzen.


