h aus tikels en iſt. acô⸗ daction er dri⸗ ranlaſ er au⸗ tsnah⸗ daß
nicht
ötrafe h dem ſgt ſei Quele ſo we de des daß ehorde on bir
ſehung
en In⸗
enicht ge als nehre⸗
d
115 —.— re Gründe weg, welche die Geſetzgeber beſtimmt haben, den Richter anzuhalten„in Civilfaͤllen durchaus vermöͤge der Interpeetalion zu ent⸗
ſcheiden. Der fuͤnfte Artikel enthäͤlt t eine Verfaͤgung uͤber
einen in Deutſchland ganz unbekannten Gegenſtand.
Es wird hier den Richtern verboten, vermittelſt allge⸗ meiner und reglementariſcher Verfuͤgungen uͤber die Faͤlle, die an ſie gebracht werden, zu entſcheiden. Um dies zu verſtehen„ muß man folgendes merken.
Es gehoͤrte mit zu den vielen uſurpirten Rechten
der alten franzoͤſiſchen Obergerichtshoͤfe, den Sinn der
Geſetze durch abſtrakte oder generelle Interpretation zu
fixiren, und ſelbige durch ſogenannte Arréèts de ré-
glement zu ergaͤnzen. Sie uͤbten dadurch eine Art von geſetzgebender Gewalt aus, die um ſo gefaͤhrlicher fuͤr das gemeine Beſte wurde, als ſie dazu gemiß⸗ braucht wurde, das Recht zu beugen. Die National⸗
verſammlung unterſagte den Richtern d interpréter les
lois et de réglementer. Man mißverſtand dies, und glaubte eine Zeit lang, dem Richter ſei das Recht der doetrinellen Geſetzerklaͤrung ganz genommen, da doch die Nationalverſammlung bei dem Verbote blos die oben ge⸗
dachten Arten der Geſetzerklaͤrung und der Fixirung des
Sinnes der Geſetze im Auge gehabt hatte. Hier bei
der Abfaſſung des Code wurde den Richtern nun ge⸗
ſetzlich und foͤrmlich das Recht der eigentlichen doetri⸗ nellen Geſetzerklaͤrung fuͤr einzelne ihnen vorkommen⸗ de Faͤlle zugeſtanden; die Ausuͤbung der alten Ge⸗
ſetzerklaͤrung u. ſ. w. hingegen eben ſo geſetzlich und
foͤrmlich unterſagt, weil ſie zu Mißbraͤuchen fuͤhre
und einen Eingriff in die geſetzgebende Gewalt entha al⸗
te. Der fuͤnfte Artikel will alſo ſo viel ſagen: der
Nichhkter kann fuͤr 4 gegebene Faͤlle ſich des Rechts der doctrinell en Erkl arung und der Geſetz zerganöung be⸗


