Teil eines Werkes 
Erstes Stück (1808)
Entstehung
Seite
87
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7,⸗ ung len ſehr intereſſant iſt. Daſſelbe beſteht doch aus Pro⸗ en vinzen des preußiſchen Rechts und des gemeinen deut⸗ iſen ſchen Rechts. Nach beiden Rechten finden Schwaͤn⸗ dem gerungs⸗ und Abfindungsklagen nicht nur ſtatt, ſon⸗

dern das preußiſche Recht beguͤnſtigt auch bekanntlich das weibliche Geſchlecht hier ſo ſehr, daß liederliche

5 Dirnen in der letzten Zeit mit den Schwaͤngerungs⸗ be⸗ und Abfindungsklagen ein eigentliches Gewerb trieben. dies Der Code Napoléon hingegen will von beiden Kla⸗ dir gen gar nichts wiſſen, und geſtattet ſelbſt nur in einem de einzigen Falle die Erforſchung der Paternitaͤt als offi⸗ de ficiell zu betreibende Sache. Wie, wenn ſich nun

eine Frauensperſon vor dem 1ſten Januar d. J., als nz⸗ dem Termin, wo der Code Napoléon im Koͤnig⸗ enden reiche Weſtphalen eingefuͤhrt worden iſt, hat ſchwaͤn- ihr gern laſſen, muß ihr da die Schwaͤngerungs⸗ und Ab⸗ ſchoen findungsklage noch geſtattet, oder muß ſie damit eben pafte, ſo gut, als wenn die Schwaͤngerung nach dem 1ſten Ent⸗ Januar geſchehen waͤre, abgewieſen werdenn wo⸗ Ich werfe dieſe Frage vorzuͤglich deshalb auf, weil ebe⸗ ich ſie von mehrern praktiſchen Juriſten als eine ſehr zu⸗ Pedenkliche Frage vorgeſtellt gefunden habe. Uebrigens jeſen ſſt ſie nicht ſo ſchwer zu beantworten. Wahr iſt es al⸗ die lerdings, die Verbindlichkeiten des Schwaͤngerers und ndet die Rechte der Geſchwaͤngerten wurden vor der Ein⸗ ung, fuͤhrung des Code Napoléon begruͤndet, und zugleich ent⸗ mit dem den Rechten der Geſchwaͤngerten korreſpondi⸗ 4 reenden Klagerechte. Nichts deſto weniger darf der , d Richter nur in den von dem Code Napoléon beſtimm⸗

h. ten Faͤllen zur Erforſchung der Vaterſchaft ſchrei⸗ ten, und muß folglich, wo dieſe Faͤlle nicht gleich beim Antrage der Geſchwaͤngerten klar vorliegen, die

3e, Klage abweiſen. Denn die Beſtimmungen des Code 8 uͤber die recherche der Paternitaͤt betreffen nicht ſo⸗

ſa woohl die Rechte der Geſchwaͤngerten und die Verbind⸗.

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