Teil eines Werkes 
Erstes Stück (1808)
Entstehung
Seite
85
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weil ſie ſ ch von ſabſ efede: ſo iſt der Hecein⸗ 3 xechtliche Satz,

4 daß die Anwendung eines neuen Geſetzes auf das

Vergangene ſtatt finde, wenn das neuere Geſetz ein aͤlteres nur hermeneutiſch erklaͤrt,

ſtillſchweigendi im Code Napoléon genehmigt worden, und daher in deſſen jurisprudence aufzunehmen, Wird hingegen angenommen, es ſei dieſe Parthie der Propoſition aus dem Grunde, weil es ſo ſchwer ſei, zu beſtimmen, was ein interpretatives Geſetz zu nennen, verworfen worden, ſo faͤllt jener mersfechn iche Satz ganz aus der Ardepen lenies des Code Napoléon weg, und haben uͤberall nach derſelben ſowohl als nach der namentlichen Dispoſition des Code die Geſetze, ſie moͤgen ſeyn we khe ſie wollen, keine ruͤckwirken⸗ de Kraft.

Wir finden uns ſehr geneigt, das legtere anzuneh⸗

men, und zwar aus den folgenden Gruͤnden:

1) Es ſcheint uns nicht denkbar, daß man die letz⸗ tere Parthie der Propoſition aus dem Grunde verworfen habe, weil ſie unnuͤtz ſei und ſich von ſelbſt verſtehe, beſonders da auch unter den fran⸗

dſiſchen Juriſten von jeher nicht nur ſehr uͤber den Begriff und Umfang eines interpretativen Geſetzes, ſondern auch uͤber die ganze Frage, in wie fern durch ein ſolches Geſetz eine Ausnahme von der Regel und die ruͤckwirkende Kraft be⸗ gruͤndet werden? geſtritten worden iſt, die Sa⸗ che alſo wohl werth war, durch die Geſetzgebung Lirhen beſtimmt zu werden, wenn man nicht lie⸗ ber durch allgemein durchgreifende Ver⸗ ordnungen, welche jetzt der Art. 2 enthaͤlt, dieſe Beſtimmung ganz zu Angehen dachte.

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