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Napoleons Gesetzbuch
Entstehung
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64
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64 I. Buch. 7. Titel. 3. Cap.

324. Der Anfang eines ſchriftlichen Beweiſes ergibt ſich aus Familien⸗Urkunden, aus Hausregiſtern und Papieren der Eltern, aus oͤffentlichen und ſelbſt aus Privat⸗Ur⸗ kunden, welche entweder von einer an dem Streite Theil nehmenden Partey, oder von Jemand herruͤhren, der, wenn er noch lebte, dabey intereſſirt ſeyn wuͤrde.

325. Der Gegenbeweis kann durch jedes Mittel gefuͤhrt werden, welches dazu geeignet iſt, um darzuthun, daß der Klaͤger kein Kind der angeblichen Mutter, oder, wenn auch dies erwieſen waͤre, kein Kind des Mannes dieſer Mutter ſey.

326. Nur die Civilgerichte ſind befugt, uͤber die An⸗ ſpruͤche auf einen gewiſſen Stand zu erkennen.

327. Die peinliche Klage uͤber das Verbrechen des ver⸗ heimlichten Standes kann erſt nach der endlichen Entſcheidung des Streites uͤber den Stand der Perſon ihren Anfang nehmen.

328. Die Klage, wodurch der perſoͤnliche Stand in An⸗ ſpruch genommen wird, iſt in Hinſicht auf das Kind unver⸗ jaͤhrbar.

329. Von den Erben eines Kindes, welches ſeine An⸗ ſpruͤche nicht geltend gemacht hat, kann die Klage nur alsdann angeſtellt werden, wenn daſſelbe noch in der Min⸗ derjaͤhrigkeit oder binnen fuͤnf Jahren nach erreichter Voll⸗ jaͤhrigkeit geſtorben iſt,-

330. War die Klage von dem Kinde angeſtellt worden, ſo koͤnnen die Erben ſie fortſetzen, in ſo fern nicht das Kind ſich derſelben foͤrmlich begeben, oder ſie waͤhrend dreyer Jahre, von der letzten Prozeßhandlung an zu rechnen, hat liegen

laſſen. Drittes Capitel. Von den natuͤrlichen Kindern. Erſter Abſchnitt. von der Legitimation(Ehelichmachung) natuͤrlicher Kinder.

331. Uneheliche Kinder, mit Ausnahme der aus einer Blutſchande oder einem Ehebruche erzeugten, koͤnnen durch