XIII
zu halten iſt, was desfalls in Unſerer gedachten Verordnung vom 5ten Auguſt 1791. beſtimmt iſt, und hiermit auf alle Unſere Lande, ſo viel dieſen Punkt betrifft, erſtreckt wird, nur daß nicht mehr die Regierungen, ſondern lediglich die Gerichte, uͤber das Ermeſſen des Betrags zu urtheilen haben, wogegen 4.) die Anſezung eines Baſtardfalls und einer Ent⸗ ſchaͤdigung fuͤr Kindbettkoſten von gedachtem erſten July an eben ſo, als 5. u‚nſer ſiskaliſches Erbrecht an unehelichen Kindern, mit ihm aber auch die Schuldigkeit Unſerer Ge⸗ richtsbarkeitsgefaͤlle einen Beytrag zumUnterhalt derſelben zu thun, bey allen ſpaͤter gebornen uneh⸗ lichen Kindern wegfaͤllt, und ſolche Koſten, ſo weit ſie nicht von Stiftungen, oder dann von Ge⸗ meinden, nach dem Geſez zu tragen ſind, als allge⸗ meine Staatslaſt, gleich den andern Armen⸗Unter⸗ haltungen, beſorgt werden muß.
XI. Bey dem 11. Tit. des III. Buchs wegen der lezten Willens⸗Verfuͤgungen folgt aus der mit der Verkuͤndung dieſes eintretenden Wirkſam⸗
teit dieſes Land⸗Rechts 1.) daß, obwohl niemand vor dem erſten July d. J. ſchuldig iſt, ſeine Teſlamente und Kodieille nach den jezigen Formen einzurichten, dennoch jeder,


