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Code Napoléon : mit Zusäzen und Handelsgesezen als Land-Recht für das Großherzogthum Baden
Entstehung
Seite
XIIII
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wenn erwil, ſie gleichbalden nach ſolchen ein⸗ richten kann, und ſolche vor dem 1. July ſchon nach dem gegenwaͤrtig angekuͤndeten Landrecht ge⸗ fertigte lezte Willens⸗Verfuͤgungen gleiche Guͤl⸗ tigkeit haben, als die, welche erſt nach dem erſten July in ſolcher Form errichtet werden, und als diejenige, die in jener fruͤheren Zeit noch nach den altgeſezlichen Formen errichtet ſind; deshalb 2.) ſind indeſſen bey jenen Formen, welche Staats⸗ ſchreiber erfordern, außer den ſchon vorhandenen Staatsſchreibern oder Notarien auch alle angeſtelb⸗ teTheilungs⸗Reviſoren, Stadt⸗ und Amtſchreiber, auch Theilungs⸗Kommiſſarien derſelben, als des⸗ falls Staatsſchreiberey Recht habend, anzuſ ehen, hiernaͤchſt 3.) ſollen auch jene Teſtamente, dievorhin⸗ es ſey erſt kurz, oder ſchon laͤnger her errichtet worden ſind, und nach dem gedachten erſten July durch den Tod des Erblaſſers zur Wirkſamkeit kommen, fuͤr kraͤftig erachtet werden, nicht nur, wenn ſie den altgeſezlichen Formen gemaͤs ſind, ſondern auch alsdann, wann ſie nach ſolchen zwar einen Mangel haͤtten, der aber nach dieſem Landrecht auf⸗ hoͤrt ein Mangel zu ſeyn; da der Geſezgeber wie der Richter mit Recht vorausſezt, daß der Erblaſſer ge⸗ wollt habe, daß ſein Wille in jeder Form, in deren es geſezlich moͤglich iſt, erhalten werde, wohingegen

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