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Band 4 (1848) Band 4
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bekannte, zum Beiſpiel denkt er. Ihrerſeits denkt Malvina, in die Kerzenflamme ſtarrend, an den großmüthigen, ritter⸗ lichen Gylders, en tout honneur jedoch. Mittler⸗ weile kommt vor Sitzungs⸗ und Leidenſchaftlichkeits⸗Erſchöpfung abermals und ſataniſch hinterliſtig der Schlaf über Alfred. In der Ecke des Sopha's, neben der Geliebten entſchlummert er;! endlich hört Malvina ſeinen Schlummer, ſpringt entſetzt auf, und ſtammelt die Worte:Wie? Mir, mir das? mir, der Braut? Vor der Hochzeit das mir?1!! So fahre denn hin, o Nachſicht und ſrlavſche Liebe! Der Faden iſt zerriſſen! Wenn ich noch eingeſchlafen wäre! Der Porträtzwang würde mich entſchuldigen. Aber er?!! Uner⸗ hörter Verrath! Dieſes geſtammelt, entweicht Malvina

auf flüchtigen Sohlen, und nach einer Minute wird Alfred

gerüttelt, geſchüttelt. Er öffnet die Augen. Colombine ſteht vor ihm, kreideweiß und äugelnd wie die Klapperſchlange, und ſie ſagt ihm:Fräulein bittet Herrn Alfred, ſein Schläfchen zu Hauſe zu beendigen.Wie, was? ſtottert der Dichter,

aber willenlos, weil ſchlaftrunken, läßt er ſich leiten, gängeln von der Zofe, bis er auf der Straße ſteht und weiß nicht

wie.Und ich habe ſie doch ſo ſehr geliebt! ſeufzte er, das matte Haupt auf's Kiſſen legend.Und ich habe ihn doch ſo zärtlich geliebt! ſchluchzte auch Malvina, da ſie vor Schmerz und Kränkung müde aufs Lager ſank.

Der Erzähler 1848. W.