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man braucht einen Platz. Dieſer vortreffliche Freund, dieſer theure Meiſter Daphnis ſcheint zu glauben, die italieniſche Komödie ſei nur für die Italiener gemacht. Früher, ja, als wir ſie noch allein und ausſchließlich beſaßen, als wir nur Italiener dabei waren, Italieniſch ſpielten und nichts Fremdes zuließen, als das Geld, weil das Geld allen Nationen ange⸗ hört; das Geld iſt Kosmopolit. Doch die Zeiten haben ſich geändert. Seitdem man uns mit der komiſchen Oper ver⸗ bunden und uns gezwungen hat, unſer Theater mit dieſem Kinde des Marktes, mit dieſem Baſtard des Drama und der Muſik zu theilen, das glücklich iſt wie alle Baſtarde, das mehr Geld macht als wir, das wächſt und ſich erhebt, während wir fallen, ſind die Franzoſen Alles und wir find nichts mehr. Ich ſelbſt bin jeden Tag darauf gefaßt, daß ich meinen Ab⸗ ſchied erhalte, einzig und allein, weil ich ein Italiener aus Italien bin und ein Franzoſe aus Chaillot oder Nanterre gern meine Stelle einnehmen möchte.“
Francesco behauptete fortwährend ſeine ſtolze Haltung, doch in die Augen von Carlo traten Thränen.
„Seht doch, Signor,“ ſagte Fauſtina zu Caldara,„Ihr macht, daß dieſes arme Kind weint.“
„Ei! bei Gott, Du weißt wohl, daß ich es hundertmal lieber lachen machen würde. Doch ſage Du, was denkſt Du, was ſchlägſt Du mir vor?“
„Vor Allem,“ antwortete Fauſtina,„vor Allem nennt ihnen ein Gaſthaus, wo ſie Abendbrod finden und ſchlafen können. Und dann kommt über Nacht guter Rath. WMorgen


