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frühe ſollen ſie wiedererſcheinen, und wir werden bemüht ſein, etwas für ſie aufzufinden.“
„Ah! daran erkenne ich Dich!“ rief Caldara,„ſobald Du ſie geſehen, hat ſich Dein Herz für ſie intereſſirt, und ich weiß warum. Doch gleichviel, ich trete Deiner Anſicht bei. Guten Abend, meine Kinder, ſchlaft wohl, und habt keine ſchlechte Träume. Fauſtina, ſage dem Portier, er ſoll ſie in das hölzerne Schwert führen.“
Am andern Morgen begaben ſich die beiden Brüder früh⸗ zeitig zu Caldara; ſte waren kaum zwanzig Minuten hier, als man ein Geräuſch von Thüren und eine Frauenſtimme hörte, welche im Vorzimmer rief:
„Ich bin es!... Er iſt zu Hauſe! wie geht es mit ſeiner Geſundheit? Ich muß ihn ſprechen!“
Und in demſelben Augenblick ſtürzte eine hübſche junge Perſon in's Zimmer, fiel Caldara um den Hals und ſprach:
„Nun, mein Alter, die Gavotte? werde ich ſie denn nie bekommen? Du weißt, daß ich ohne Dich nicht tanzen kann, daß Du mich an den Beinen hältſt!.. Sie ſind ſo dumm, ſo plump, die franzöſiſchen Muſiker!... Bei ihrer Muſik iſt es mir immer, als ſchleppte ich eine Kugel, als hätte ich Eiſen an den Füßen!... Bei der Deinigen fliege ich, ſpringe ich, bin ich entzückt.“
„Weil Ihr toll ſeid,“ erwiederte Caldara mit kaltem Tone.
„Toll, ſo lange Du willſt,“ rief die Andere,„Du biſt nicht der Erſte, der mir das geſagt hat; doch meine Gavotte!
meine Gavotte! Ich will, ich fordere, ich erwarte meine Gavotte.“


