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Band 4 (1848) Band 4
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geſchehen, gab der Mann ſeinem Pferde beide Sporen und verſchwand.

Man muß auf dem Punkt geweſen ſein, ſich ohne Abend⸗ brod unter dem freien Himmel niederzulegen, nachdem man ſich durch einen langen Marſch einen ſoliden Fond von Appetit und Müdigkeit verſchafft hat, um das Gefühl zu begreifen, das die plötzliche Erſcheinung eines ſchimmernden Geldſtückes hervorbringt. Fände man ſeine Heimath, ſeine Familie, ſeine Geliebte nach einer Trennung von zehn Jahren wieder, man könnte ſich nicht tiefer bewegt fühlen, als beim Anblick dieſes wohlthätigen Blitzes, dieſes Polarſterns, der die Mittel zu einem Abendbrod und einem Rachtlager in ſich ſchließt.

Alsbald erfüllte auch dieſelbe Freude das Herz der beiden Künſtler, und Francesco rief:

Du ſiehſt wohl, daß ich Recht hatte, wenn ich Dir ſagte: Mit Talent leidet man nie Mangel.

Ja, ja, erwiederte Carlo,ich ſehe, daß wir nahe daran waren, gar nichts mehr zu ſehen, doch für dieſen Abend habe ich keine Beſorgniß mehr. Morgen mag uns Gott weiter helfen!

Die zwei jungen Leute kehrten um und hielten in einer Herberge an, die ſie im Vorübergehen beäugelt hatten. Sie ſpeiſten hier ſehr mäßig zu Nacht und ſchliefen einen bewun⸗ derungswürdigen Schlaf, aber es blieb ihnen kaum Münze genug, um ein Stück Schwarzbrod zu kaufen und als wahre Waldbrüder zu frühſtücken. Bis nach Lyon nahm ihre Reiſe ihren Fortgang unter denſelben Alternativen von Wohl⸗ und Uebelergehen. Das Wohlergehen beſtand darin, daß ſie einige