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ein beſonderes Unglück obwalten, wenn unſer Debut nicht glänzend abliefe.“
XIII.
Das Dorf, in welchem Carlo und Francesco ankamen, ſchien Anfangs nicht ſehr empfänglich für die Ehre, zwei junge Künſtler aufzunehmen. Vor der Thüre einiger elenden Hütten ſah man nur arme, zerlumpte Kinder, die ihre Augen und Ohren weit aufriſſen, aber durch ihre Haltung mehr Erſtaunen, als Vergnügen ausdrückten. Carlo mochte immer⸗ hin mit aller Kraft die Saiten ſeiner Violine ſtreichen, und Francesco die ſchönſten Lieder ſeines Repertvire ſeiner Kehle entlocken, nicht das kleinſte Geldſtück fiel in ihre Bügeltaſche. Ein alter Bauer, der aus einer Hütte heraustrat, vor welcher ſie länger geſpielt hatten, als vor den anderen, ſagte ihnen ſogar in einem Patvis, das ſie nicht verſtanden, dabei aber mit einer Geberde, die nichts Zweideutiges hatte:„Geht, ich kann Euch nichts geben.“ Carlo fing an lebhafter als je zu bedauern, daß ſie die Louis d'or, die ihnen der Reiſende ſo großmüthig geboten, nicht angenommen hatten, und es iſt nicht gewiß, ob der ſtolze Francesco im Grunde ſeines Herzens nicht bereute, zu getreu die Geſchichte von Hippokrates, wie er die Geſchenke des Artarerres ausſchlug, wiederholt zu haben. Sie waren im Begriff, den ungaftfreundlichen Flecken zu ver⸗ laſſen, als ein Mann zu Pferde vorüberkam und ihnen, nach⸗ dem er einen Augenblick zugehört hatte, ein Geldſtück zuwarf, das vierundzwanzig Sous werth ſein mochte. Sobald dies


