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Band 4 (1848) Band 4
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wir bleiben Niemand etwas ſchuldig. Und, wer weiß? vielleicht verdienen wir ſo wieder mehr, als wir verloren haben. Wie viel war in unſerer Börſe?

Wenigſtens zehn Zechinen, antwortete Carlo traurig.

Zehn Zechinen! rief Francesco,und wegen dieſer er⸗ bärmlichen Summe hätten wir unſere Freiheit verkaufen, mit Lackeien in einen Wagen ſteigen ſollen! nein, Carlo, ſo lange ich Arme und Beine habe, werde ich eine ſolche Gemeinheit nicht begehen, und eben ſo wenig werde ich ſie Dich begehen laſſen. Die Reichen, ſtehſt Du, das ſind die Tyrannen dieſer Welt.

Gut, nun kommſt Du wieder mit Deinen albernen Ideen! Das haſt Du aus den ſchlechten Büchern gefiſcht, die Du geleſen.

Bei Dir iſt es anders, Carlo, Du haſt nie eines auf⸗ gemacht.

Diejenigen ausgenommen, welche über Muſik handeln.

Du wirſt auch nie etwas Anderes ſein, als ein Muſiker!

Und Du, was wirſt denn Du ſein?

Du ſollſt es erfahren, mein guter Carlv. Doch für heute ſprechen wir von etwas Anderem. Ziehe Deine Geige aus Deinem Sack und ſtimme ſie. Ich erblicke dort Häuſer, einen Kirchthurm... Das iſt eine Stadt oder ein Dorf, wo wir uns Mittagsbrod verdienen werden, und wenn man uns nicht zu ſchlecht aufnimmt, können wir ſogar die Nacht dort zubringen. Ich weiß nicht, ob Du biſt wie ich, aber ich habe nie mein Herz ſo heiter, meinen Fuß ſo leicht, und die Stimme ſo am Rande der Lippen gefühlt! Es müßte

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