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ohne daß er ſich nur umdrehte, um einen Blick auf das Haus oder auf den Wirth zu werfen.
Als ſie die Stadt hinter ſich hatten, ſtieß Carlo einen ttefen Seufzer aus und ſagte zu ſeinem Bruder:
„Nun ſind wir in einer ſchönen Lage! Was ſoll aus uns werden? Du willſt alſo, daß wir unter Weges um⸗ kommen?“
„Umkommen! Geh' doch, ich habe nicht die geringſte Luſt dazu.“ 3
„Wie ſollen wir es machen, um zu leben, um uns bis Paris fortzuſchleppen?“
„Als ob das eine Schwierigkeit wäre! Du vergiſſeſt, daß wir Talent haben, daß wir Muſiker ſind, daß Du Deine Geige in Deinim Sack haſt, und daß ich eine Menge venetianiſche Lieder auswendig weiß; daß ich zur Noth Violine, Violoncell, Klavier, Flöte, Horn ſpielen kann.“
Man erinnert ſich, daß Francesco, unabläſſig fortgetrieben von ſeinem Charakter, dem jede Unterwürfigkeit, jeder Zwang widerſtrebte, ſich nie hatte zum anhaltenden Studium eines einzigen Inſtrumentes verurtheilen können, und daß er regel⸗ mäßig einmal im Vierteljahr wechſelte.
„Ich verſtehe,“ ſprach Carlo,„es iſt Dein Plan, daß wir unſere Reiſe als Bettler vollenden.“
„Als Bettler!“ rief Francesco entrüſtet.„Bruder, Du kennſt mich nicht. Es iſt, Gott ſei Dank, mein Wille, daß wir ſie als Künſtler machen. Statt zu warten, bis wir in Paris ſind, um unſere Kunſt auszuüben, fangen wir ſogleich an. Wir werden allerdings länger unter Weges ſein, aber


