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Band 3 (1847) Band 3
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Oh! ich bitte Sie, ſprechen Sie nicht weiter davon, unterbrach ihn Lady Elmscourt;wenn Sie Luſt haben, ſie mitzunehmen, und ſie wünſcht es, ſo werde ich meine Einwil⸗ ligung nicht verſagen, denn ich mag jungen Leuten keinen Kummer machen.

Aber, meine Liebe, hört man Sie ſprechen, ſo ſollte man Emilie für ein Kind halten; Sie vergeſſen, wie alt ſie iſt, und ſie wird doch...

Stille, ſtille, unterbrach ihn abermals Lady Elms⸗ court,wenn Sie Emilie wirklich mitnehmen wollen, ſo wer⸗ den Sie beſſer daran thun, zu läuten und ihr ſagen zu laſſen, ſie möge ſich ſogleich ankleiden.

Ich entfernte mich, und als ich Lady Elmscourt einen Abſchiedsblick zuwarf und die Wolke der Unzufriedenheit ſah, welche ihre Stirne bedeckte, kam ſie mir wenigſtens zehn Jahre älter vor, als ſie mir bei meinem Eintritt in ihr Boudoir ge⸗ ſchienen hatte. Die Eitelkeit blies mir ins Ohr, die Urſache dieſer Unzufriedenheit ſei, daß ich zu ihrer Demüthigung habe ſagen hören, ſie beſitze eine Tochter, die kein Kind mehr ſei, wie dies Lord Elmscourt ſo hartnäckig geäußert hatte; wie ſchmeichelhaft indeſſen auch dieſe Demüthigung für mich war, ſo entzauberten mich doch die Wirkungen, die ſie auf dem Ge⸗ ſichte von Lady Elmscourt hervorbrachte, nicht wenig. Wir Männer ſind ſo vollkommene Egoiſten, daß wir eher geneigt ſind, die Uebel, die wir verurſachen, bon der ſchlimmen Seite, als mitleidig aufzunehmen. Ich habe einen meiner Freunde ſich bitter beklagen hören, ſeine Frau ſehe ſehr häßlich aus, wenn ſie eiferſüchtig ſei, ohne zu bedenken, daß ſein Benehmen die

urſache dieſer Eiferſucht und dieſer bedauerlichen Umwandlung war. Der Erzähler 1847. M. 21