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Erhabenheit bilde unſer Unglück, indem ſie uns zu jeder Be⸗ rührung mit ihnen unfähig mache.
Lady Elmscourt ſprach meiner Anſicht nach ſehr beredt von dem Elend ſchlecht ausgerüſteter Seelen, von unbegriffenen Gefühlen, von mißkannten Shmpathieen. Sie führte nie eine beſtimmte Klage gegen ihren Herrn und Meiſter, ausgenommen vielleicht das Geſtändniß, das ihr in der Bitterkeit ihres Kum⸗ mers entſchlüpfte, er habe keinen Geſchmack an der Liebespoeſie, er lache und zwar aus Leibeskräften über die reizenden Hirtengedichte von Sheuſtone, und ziehe Dryden und Pope den ausgezeichneten Pro⸗ ducten des Perſers Hafiz vor. Ueberdies habe er einen Abſcheu vor den franzöſiſchen Romanen. Ich geſtehe, daß ich in der Literatur mehr mit dem Manne als mit der Frau ſympathiſirte, doch ich verbarg ihr ſorgfältig dieſe Meinungsverſchiedenheit, ließ ſie mit der gewöhnlichen Hruchelei meines Geſchlechts glauben, ich be⸗ trachte alle diejenigen, welche nicht dieſelbe Anſicht haben, als der Sinne beraubte Kothhaufen und ſie ſelbſt als ein Stück von feinem Porzellan, nur für zarte Hände geſchaffen.
Sie ſprach von dem Unglück, ſich noch als Kind zu ber⸗ heirathen; dies ſei ihr Geſchick geweſen, machte ſie ganz klar bemerkbar, und nun(hier nahmen ihre Blicke eine unaus⸗ ſprechliche Beredtſamkeit an), während ihr Herz ſeine ganze
Friſche erhalten, habe ſich der Geliebte ihrer Jugend in einen
Ehemann verwandelt, das Leben habe alle ſeine Illuſtonen verloren und ſie ſei nicht glücklich. Geſteht eine Frau einem Bewunderer, ſie ſei nicht glücklich, ſo hat dieſer nur ein Be⸗ nehmen zu beobachten: er muß ſchwören, er ſei elend, er liebe bis zum Wahnſinn, ohne Hoffunng, und dabei muß er mit aller möglichen Kunſt ſo zu Werke gehen, daß die Dame aus
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