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Band 3 (1847) Band 3
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Beſtimmtheit erlangt, welche ſich ſtets erſt zeigt, wenn die Reife ſeit einigen Jahren an die Stelle der zarten, beweglichen Tinten getreten iſt, die nur der Jugend angehören.

Ihre Augen waren eben ſo glänzend, doch minder durch⸗ ſichtig als früher; ihr Haar hatte nichts von ſeinem Schimmer verloren, doch ihre Flechten waren minder dick und ihre ge⸗ rundeten Reize näherten ſich jenem furchtbaren Grade von Beleibtheit, welcher die Mütterlichkeit andeutet, aber auch die Matrone verräth. Einige leichte Linien, ſo leicht, daß ſie bei⸗ nahe unbemerkbar waren, um ihre Augen, eine Erhöhung der Haut etwas darunter, erſchienen den Neidiſchen als der Beweis, daß ſie, wie dieſe Leute plumper Weiſe ſagten, wenn ſie auch Hühnerfleiſch hatte, doch kein Hühnchen mehr war; aber wie ſtark auch dieſer Beweis ſein mochte, er konnte mich nicht überzeugen, Lady Elmscourt ſei etwas Anderes als eine ſchöne, verführeriſche Frau, beſonders in einem glänzend erleuchteten Ballſaal, oder in der Halbdunkelheit ihres Boudoir. Man muß nur ihrem guten Geſchmack die Gerechtigkeit widerfahren laſſen, daß ſie der Mittagsſonne nie auf ihren Reizen zu glän⸗ zen erlaubte, und daß ſie ſich ſelten ohne Schleier der gefähr⸗ lichen Probe des hellen Tages unterwarf.

Was konnte bei einem nachſichtigen Gemahl, bei einer unſtörbaren Geſundheit und einem großen Vermögen die Ur⸗ ſache der ſcheinbaren Schwermuth von Lady Elmscourt ſein? Dieſe Frage, die ich mehr als einmal an mich richtete, reizte in der Folge meine Neugierde und ſtachelte mein Intereſſe. Etwas mehr Unterſcheidungskraft von meiner Seite hätte mich leicht zur Entdeckung der Quellé ihres Kummers geführt, doch

ich habe mich nie durch meine Hellſichtigkeit in Beziehung auf