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Band 3 (1847) Band 3
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Gegenſtand verweilen? Sie ſtarb, ohne zu wiſſen, daß ſie auf der Erde ein Herz zurückließ, das lange Zeit ihren Verluſt beweinen ſo, und ich hatte nicht einmal den Troſt, zu den⸗ ken, die Liebe, die ſie mir eingeflößt, habe bei ihr einiges Mitleid erregt.*

Ich ſetzte noch einige Zeit die Aufmerkſamkeiten gegen Lady Delafield fort, die ich ihr Anfangs nur aus einem ganz perſönlichen Grunde gewidmet hatte und ihr ſodann aus Mitleid mit ihrem Unglück auch noch ferner bewilligte. Sie überlebte ihre Nichte nur um ein Jahr. Sterbend gab ſie mir das Portrait, das hier unter meinen Augen liegt, und das ich mit einer religiöſen Sorgfalt aufbewahrt habe. Wenn ich ſeitdem einen herzloſen Roué erklären hörte, die Frauen ſeien unfähig einer grenzenloſen Anhänglichkeit und Ergebenheit, ſo wandte ich ihm verächtlich den Rücken zu und dachte an Lady Marie Vernon, deren Liebe weder durch die Gleichgül⸗ tigkeit, noch durch ein ſchlimmes, verletzendes Betragen, noch durch den Tod vermindert werden konnte, an dieſes edle Weſen, das dem Gegenſtande ſeiner Zuneigung in das Grab folgte, in welches ihn die unerbittliche Hand des Todes trotz ihrer glühenden Gebete hinabgezogen hatte.

Vierte Liebe.

Ich höre hier eine ſchöne Dame voll Entrüſtung aus⸗ rufen:Wie kommt es, daß er noch einmal lieben konnte? Die ſo reine durch die ſchöne, göttliche Marie entzündete Flamme iſt alſo in ſeinem Herzen durch eine unwürdige Liebe entheiligt worden?