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Band 3 (1847) Band 3
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Tag zum andern während der langen Krankheit von Herrn Vernon. Es gab Tage, wo ich lebhaft ſeinen Tod wünſchte, denn es kam mir vor, als ob jede ſeinem ſchmerzlichen Daſein beigefügte Stunde um eben ſo viel das Leben von Lady Marie abkürzte. Ich bildete mir ein, wenn die erſte Heftigkeit ihres Kummers nach dem Tode ihres Gatten vorüber wäre, würde ſie ſich ergeben und am Ende ihre erſchütterte Geſund⸗ heit wiedererlangen. Die Zeit, dieſer große Arzt der Wunden der Seele, ſelbſt der tiefſten, ſchien mir die ihrigen, wenn auch nicht völlig tilgen, doch wenigſtens vernarben zu müſſen.

Ich Wahnſinniger! ich wußte noch nicht, wie groß die Macht der Liebe und des Kummers bei gewiſſen Frauen iſt, und dieſem reinen, engeliſchen Geſchöpf war es vorbehalten, mich darüber zu belehren. Ein anderes Mal, wenn mir Lady Delafield von der Angſt und der Verzweiflung ihrer Nichte erzählte, die ſich immer mehr ſteigerten, je ſichtbarer die Zeichen der nahe bevorſtehenden Auflöſung ihres Gatten wurden, betete ich voll Inbrunſt, daß ſein Leben verlängert werden möge, obgleich dieſes Daſein eine unüberſteigbare Schranke zwiſchen Lady Marie und meinen Hoffnungen befeſtigte. Ich war ein Stammgaſt von Grosvenor⸗Square geworden, wo nun auch Lady Delafield wohnte. Sie ſah indeſſen ihre Nichte nur ſehr wenig, denn dieſe verließ das Zimmer ihres Gatten nur von Zeit zu Zeit, um einige Augenblicke auf ihrem Bette auszu⸗ ruhen. s gewährte mir ein ſchwermüthiges und dennoch tiefes Vergnügen, ſo der gewohnliche Gaſt des Hauſes von derjenigen zu ſein, welche ich liebte... Lady Delafield wurde mir nach und nach mit der ganzen Schwäche ihres Alters zugethan; ſie fragte mich bei jeder Gelegenheit um Rath, und ich war ge⸗