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Band 3 (1847) Band 3
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Formen verloren allmälig ihre Rundung und der Glanz ihrer Wangen bewies, daß das Fieber ihr Blut entflammte. Ihre Tante, die ich täglich ſah, theilte mir ihre Befürchtungen mit, ſie waren im höchſten Maße düſterer Natur.

Ich ſehe wohl, mein lieber Herr Lyſter, ſagte ſie, meine arme Marie wird von Tag zu Tag ſchwächer, und er, ſollten Sie es glauben, betrachtet mit Wohlgefallen die ver⸗ änderten Züge ſeiner Frau. Iſt es möglich, die Selbſtſucht

weiter zu treiben? Als er noch vollkommen geſund war, ber⸗ nachläßigte er ſie; was ſage ich, er verließ ſie gleichſam; und nun freut er ſich beinahe, ſie mit ſich ſterben zu ſehen. Die Männer ſind überall dieſelben; dieſer iſt ſo ſchlimm als einer 7 von den wilden Deſpoten, welche verſcheidend den Tod aller E ihrer Frauen, ihrer Lieblingsthiere und ihrer Lieblingsſklaven

befehlen, in der Hoffnung, ſich daraus ein Gefolge in einer

anderen eingebildeten Welt zu machen. In der That, das iſt eeeeine Schändlichkeit... und was ſoll aus mir werden, Herr

Lyſter, wenn ich ſie verliere? Wer wird an meinem Schmerzens⸗ bette wachen und mir die Augen ſchließen? Er iſt doch die Urſache von dem Allem: nur mit Mühe gehorche ich den Geſetzen chriſtlicher Mildherzigkeit, die mir ihm zu verzeihen ge⸗ bieten, obgleich er auf ſeinem Sterbebette liegt.

Arme alte Dame! Während ſie mir dieſes energiſche Bekenntniß ihrer Uneigennützigkeit ablegte, verbreitete ſie ſich in Lamentationen über alle Entbehrungen, die ihr der Verluſt ihrer Nichte verurſachen würde, und wenn ſie dieſe unglückliche Kataſtrophe fürchtete, ſo geſchah es hauptſächlich wegen der traurigen Folgen, vie dieſelbe für ſie haben mußte.

Meine Wünſche und Hoffnungen wechſelten von einem