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Salzberger trotz ſeiner Unſchuldsbetheuerungen dem Hutſiock (Kerkermeiſter) überantwortet, und die Unterſuchung ſtrengſtens begonnen.
Mit Entrüſtung, aber mit einer gewiſſen Befriedigung daneben hatte Joſt ſeiner Tochter Gabriels Anſchuldigung und Haft mitgetheilt, und hinzugefügt, was die leichtſinnigen und böſen Mäuler in der Stadt dazu geredet und gelogen. Aber der ganzen Stadt entgegen ſagte Wabi dem Vater unter die Augen:„Ich glaube das nicht vom Gabriel, und werd's nie glauben. Geſetzt aber— was Gott verhüte— daß ſeine Unſchuld vor den Menſchen nicht an den Tag käme, ſo will ich nicht weniger an ihm halten bis zu Ende, und ſollte ich ihm auf dem Blutgerüſt das letzte Lebewohl ſagen! Gott ſieht in des armen Knaben Herz, und ich kenne es auch inſoweit, daß ich ſeiner Reinheit mich getröſten darf.“—
Salzberger zagte in ſeinem Kerker. Die Zuverſicht der an ihn feſt glaubenden Barbara belebte ihn ſelber nicht.— „Und wenn ich auch freigeſprochen werde“— ſagte er troſtlos ſich in's Herz hinein—„wird die reine Wabi jemals mich nehmen wollen, deſſen Ehr' befleckt iſt? Dem Richterſpruch zum Trotze glauben halt die Menſchen vom Menſchen immerdar das Schlechteſte!“—
Zum Glück für den Gabriel war aber ſein Richter nicht nur ein guter, ſondern auch ein weiſer Mann, dem Satan ſelbſt und ſeinen Ränken gewachſen. Daher dauerte es nicht gar lange, und es kam zum Vorſchein, daß von Seiten des Angebers ein unerhörter Frevel an der Gerechtigkeit verſucht worden ſei. Der Verzeiger ſelber war nämlich der Mörder
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