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Band 3 (1847) Band 3
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da davon geredet habe, er wünſche nichts lieber, als ſeine Wabi dem Ottokar zur Frau zu geben. Gabriel zürnte hoch auf; aber Wabi, obſchon betrübt zum Tode, ſprach ihm zu:Halt' aus in Liebe, ich bleib' Dir treu.

Nun kam eine Geſchichte vor, die dem Kirchenmeiſter einen billigen Vorwand gab, dem Gabriel ſein Haus ganz zu verbieten, wobei Joſt auch der Hoffnung lebte, daß die Liebes⸗ ketten, die ſein Kind mit dem Salzberger zuſammengebandelt, zerreißen würden ohne Gnade.

Es war nämlich vor wenig Monden in der Judenſtadt eine alte Jüdin, Lenore geheißen, in ihrem Häuslein umge⸗ bracht, und ihrer Reichthümer, Juwelen und Kleinodien be⸗ raubt worden. Der Magiſtrat von Wien, auf Andringen der Verwandten jener Ermordeten, hatte einen Ruf ergehen laſ⸗ ſen, kraft deſſen, wer den Thäter verzeigen möchte, fünfhundert Ducaten Belohnung empfangen ſollte. Anfänglich rührte ſich Niemand. Endlich aber gab ein, wegen gemeinen Dieb⸗ ſtahls im Amthauſe an der Himmelpfortgaſſe inliegender Ver⸗ brecher dem Richter an: er wiſſe den Mörder der Lenore, und begehre den Preis und ſeine Freiheit obendrein, da er im Stande ſei, ein ſehr werthvolles Kleinod, das der Jüdin ge⸗ hört habe, wieder zu Handen zu bringen. Somit verzeigte er den Gärtner Gabriel Salzberger, als den Thäter, und verrieth

in deſſen Garten einen wohlverborgenen Fleck, woſelbſt der Räuber den koſtbaren Perlengeſchmuck der Jüdin eingegraben. In der That war hierauf der Richter ſammt Schergengeſindel in Salzbergers Garten gebrochen, und hatte richtig den Ge⸗ ſchmuck am bezeichneten Ort gefunden. Augenblicklich wurde