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Band 3 (1847) Band 3
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blonden Locken um das Haupt, und mit Augen, blauer als des Himmels Blau, funkelnder als der Sterne Gefunkel.

O die liebe Zeit! ſeufzte er dann, lächelnd und doch wehmüthig die Stirne reibend: O du mein armes Hirnkammerl! Gelt, die Wabi geht nicht aus dir heraus? Gelt, da wird ſie ſitzen, bis das Kammerl über'n Haufen fallt ins Grab hinein?

So oft er alſo redete und ſeufzte, der Gärtner, ſo fing die alte Komödie, die er durchgelebt, wieder an, vor ihm zu agiren; vom erſten Buchſtab bis zum letzten getreu ihren Spruch herzuſagen. Da war alles plötzlich, wie vor dreizehn oder vierzehn Jahren: er, der Gabriel, ein kleiner Bub von acht Lenzen, die Wabi um einen Lenz zurück und in dem weinlaubbekränzten Hauſe wohnte noch der Palier Joſt von Lundenburg und deſſen rundliche und freundliche Frau, und die Wabi, ihre Tochter, und der Lukas, ihr Söhnlein; eine herzgute Nachbarſchaft, die der Mutter des Gabriel, einer Wittib, die nichts beſaß, als ihr Häuſl und ihr Gartl, alles Liebes und Gutes anthat. Da ſtand auf einmal wieder das Thürl, das ſie hüben und drüben in die Scheid⸗Hecken ihrer Gärten gemacht hatten, um je geſchwinder wie lieber zu einan⸗ der zu kommen, und berſtändige Rede zu brauchen, oder ſich mit Spielen zu vergnügen. Da war unberhofft wieder des Gabriel Schweſterlein da, ein muntres ſpringfertiges Ding, der Wabi innige Freundin, und die Brautwerberin für ihren Buder Ja: die Werberin und die Kränzeljungfer, denn die Hochzeit kam gleich hinterdrein; ein Poſſenſtreich, wie ihn Kinder oft angeben, aber ein bedeutſames Vonſpiel zu Wabi's und Gabriels ganzem fernern Leben. Lukas hatte den Vater der Goldhaarigen vorgeſtellt und mit tiefem Ernſt ſein Ja⸗

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