Zeitschriftenband 
Band 4 (1847) Band 4
Einzelbild herunterladen

327

ſuchte es Tunſo noch, zu entfliehen. Er hielt mit der Hand ſeine Eingeweide zurück, welche herauszukommen drohten, und reichte ſeine Schnelligkeit verdoppelnd, einen Makis. Sicher, ihn ſo getroffen zu haben, daß er in dieſem Zuſtande nicht weit gehen könnte, kehrte der Slugitor zurück, machte ſeinen Kameraden ein Zeichen, und forderte ſie auf, den Makis zu umſchließen. Deſſen ungeachtet konnte der Bandit begünſtigt durch die Nacht und die Kenntniß der Oertlichkeit noch ent⸗ kommen. Aber aus den Schmerzen, die er auszuſtehen hatte, ſchloß er, es ſei um ihn geſchehen, und er leitete die Soldaten ſelbſt zu der Stelle, wo er ſich befand, indem er ihnen mit lauter Stimme rief.

Mit Fackeln verſehen, fanden ihn die Slugitori mitten im Gebüſche ausgeſtreckt. In einer Hand hielt er krampfhaft ein entladenes Gewehr, die andere preßte er auf ſeine Bruſt, um das Geſchrei zu erſticken, das ihm der Schmerz entriſſen hätte. Die Soldaten fühlten bei ſeinem Anblick eine gewiſſe Angſt; eine rückgängige Vewegung offenbarte die Furcht, die dieſer Mann Allen einflößte; aber ſein Geſicht war nur vom Fieber geröthet und zuſammengezogen.

Nähert Euch, meine Braven, ſprach er ſtolz zu ihnen; Beim heiligen Georg, Ihr ſeid ſehr glücklich, daß Ihr mir den Bauch mit einem Schuß durchbohrt habt, ſonſt hättet Ihr Tunſo noch nicht in Eurer Gewalt!

Man brachte ihn in einer Sänfte nach Bukareſt, doch man war nicht im Stande, ihn zu retten, obgleich man ſchleu⸗ nigſt ärztliche Hülfe anwandte. Einige Tage vor ſeinem JTode beſuchte ihn Herr Petroff; Tunſo unterhielt ſich lange mit