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bittre Falten tragend. Sie waren die Früchte der vielen Ty⸗ rannei, die er unter'm Hermelin und im ſchwarzen Präſiden⸗ tenfrack getrieben, der vielen Bosheiten, die vor aller Welt rückſichtslos zu begehen, ſein unerbittliches Geſchick ihn ge⸗ zwungen.
Der„Böhm“ war der Jüngſte des Kleeblatts, und ge⸗ wiſfermaßen der drei morgenländiſchen Männer ſchwarzer Kaspar, wenn ſchon nichts weniger als ſchwarz. Aber wo die drei Wanderer wanderten, ſah gewißlich klein und groß, Weib und Mann zuerſt auf ihn, und dann immer nur auf ihn. Einen bildſchönern Menſchen hat es nemlich noch zu keiner Zeit ge⸗ geben, mit friſchen Wangen, rothem Mund und glockenhellen Augen und zierlich ebenmäßiger Geſtalt, ſo daß eben nicht zu verwundern war, daß er ſo viele Frauen gewonnen, bezaubert, verlockt, ja nicht ſelten getödtet hat mit Stahl und Gift; alles das mit ſolcher Strafloſigkeit, und zwar meiſtens unterm Aug' der Polizei; daß er unbeſorgt von neuem immer wieder heute anfing, wo er's geſtern und vorgeſtern gelaſſen, wenn er nur irgend einen Schauplatz für ſeine Frebel gefunden.
Die ſchäbig⸗ genial aufgemuſterten Gäſte waren nichts⸗ deſtoweniger für das ſogenannte Kaffeehaus Blüthen und Kronen der guten Geſellſchaft. Kunden mit ganzen Röcken kamen da ſo ſelten vor! Hinwieder ſchien den Dreien die Kaffeeſtube die erwünſchteſte, von ihnen geſuchte Oaſis.
„Immer herein!“ rief Böhm, der zuerſt den kundſchaf⸗ teriſchen Fuß in das Lokale geſetzt:„immer herein, ihr Herren und Freunde. Hier iſt's ſtill und einſam: hier treffen wir die Wüſte Sahara, die wir brauchen.“


