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Band 4 (1847) Band 4
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O pfui! dachte Mali, der das empörte Blut in's Geſicht ſchoß:wie iſt's denn möglich, daß ein ſo ſchöner Menſch ſo impertinent grob ſein mag? Was hab' ich ihm denn gethan, daß er meiner dergeſtalt ſpottet? Sie dachte das, räumte erbittert ihre Arbeit zuſammen, und floh aus der Thüre unter der Laſt eines Mißverſtändniſſes, von dem ſich die Eintretenden, wie der Bruder, nichts träumen ließen.

Sachs folgte dem Böhm auf dem Fuße, in ſeinen Hän⸗ den tragend ein kleines Billet und den koloſſalen Komödien⸗ zettel, der für den Abend eine Gewaltsvorſtellung mit Pferden und Hunden, indiſchen Gauklern und deutſchen Improviſatoren ankündigte, und zum Beſten des Benefizianten einen wahren Krenzzug predigte.

Dem Sachs folgte endlich Heß, der mit Beifall die ſchöne tabaksmüſſige Zufluchtsſtätte begrüßte, und hinzufügte, auf einen Seſſel ſinkend:Jetzt hervor mit dem Briefe des ſchlech⸗ ten guten Freundes. Womit mag er entſchuldigen, daß er ſeinem alten Kameraden nur die Hälfte wagt zu ſchicken von dem Ganzen, das unſer Sachs verlangte 2

Das wollen wir eben ſehen, verſetzte Sachs, der neben Heß Platz nahm:Aber vorerſt lieber Böhm, einen Trunk!

Champagner! Tokaher! ſchrie Böhm hell auf, und hinter'm Fenſterchen der Kammerthüre, woſelbſt Mali lauſchte, um aus Böhm's Geſicht herauszuſtudiren, wie denn ſo viel Bos⸗ heit mit ſolcher Schönheit vereinbar, gab's große Angſt, und Fortunats Herz fiel tief unter die Weſte; denn Champag⸗ ner und Tokaher...! wie um Gotteswillen bringen, was nie in dem armſeligen Hauſe geweſen?

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