Waidwerk aufgemuntert wird). Zu wiſſen, daß, ſchon bevor das Ereigniß im Nachtſchattengarten und in der Notariatsſtube ſich begeben, Fortunats Vater ſein Handwerk völlig an den Nagel gehängt, und ein vorgebliches Kaffeehaus letzten Ranges— eine Tabagie mit einem Billard, deſſen ſchöne Tage keiner, der da lebte, geſehen, ohne viel Geld, aber mit ziemlichen Schulden übernommen hatte, da denn doch kein ſoliderer Käufer von der fraglichen Kaffeekneipe etwas wiſſen wollte. Dieſem Kaffee⸗ hauſe war die Sache lediglich ganz egal; ihm ging es, wie zuvor und von jeher: ſchlecht. Zu entnehmen, wie es den Beſitzern ging. In dieſem räucherigen Lokal mußte Fortunatus jetzv den Marqueur vorſtellen. Sein Alter nannte dieſen ſchauerlichen Müſſiggang eine Vorſchule zur Gaſtwirthswiſſen⸗ ſchaft.—„Denn,“ ſagte er,„da mein Junge weder bei'm Pfefferſack, noch bei'm Federfuchſer Glück hatte, ſo muß er dereinſt als Gaſtwirth ſein Glück machen, oder ich weiß auf Ehre nicht, warum er mit einem Häubchen zur Welt gekom⸗ men, und warum man ihn Fortunatus getauft hat.“— So markirte alſo Fortunat, wenn es zufällig etwas zu markiren gab, trieb ſelber das edle Billardſpiel, und gebahrte ſich gegen die raren Gäſte, die das Kaffeehaus beſuchten, als des Bauſes Herr und Führer. Warum? die Mutter hatte genug mit ihrem Kummer und mit der krank darniederliegenden Groß⸗ mama zu thun, und der Vater kugelte von einem Wirthshaus zum andern, wozu er jetzt der Vorwände viel mehr hatte, als früher. Bald ging er in die Schenke, um ſeines Hauſes Kundſchaft zu erweitern, bald um mit ſeinen Kollegen auf freundſchaftlichem Fuß zu bleiben; bald berleitete ihn ſeiner
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Band 4 (1847) Band 4
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