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Band 4 (1846) Band 4
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Maſchewskh gefeiert. Sie zog mit ihrem Gatten auf ein Land⸗ gut, das, einige Meilen von der Stadt entlegen, dem ſchon vor mehreren Jahren dort angeſiedelten Edelmann gehörte.

Dieſes Alles hatte Redenbach nicht erwartet. Gott⸗ lob! ſie lebt! hatte er, eine Freudenthräne im Auge, geſagt, da er von Klementinen's Geneſung vernommen. Iſts mög⸗

lich? fragte er mit Bitterkeit, da ihm die Botſchaft von Klementinen's Vermählung zukam: Sie konnte einwilligen? 3 O, welche Schmach! Wäre dieſer Schande das Grab nicht 7 7 7 vorzuziehen? Dann wurde er wieder von Rührung über⸗

mannt und dachte: Wäre ſie geſtorben, gewiß wäre ich ihr recht bald gefolgt, gewiß! Aber heutzutage ſtirbt man nicht mehr an der Liebe... ſetzte er menſchenfeindlich hinzu: ſie lebt... auch ich will leben. Sie wird vielleicht glücklich ſein.. warum ſollte ich mich nicht tröſten?

Kun folgte eine kurze Spanne Zeit, in welcher der Doktor wirklich ſich bemühte, unter Zerſtreuungen aller Art zu vergeſſen, was ihn betrübte, und ſeiner Schmerzen zu ſpotten, wie der einfältigen Grille eines Verrückten. Doch gelang dem Heilkünſtler die Kur auf dieſem Wege nicht ſon⸗ derlich. Bald warf er die Vermummung ab, worinnen er ſich ſelber ziemlich nichtswürdig vorkam. Wie es oft geſchieht, machte er den Sprung von Gränze zu Gränze. Die Kopf⸗ hängerei folgte dem kurzen und frechen Lebensabſchnitt. In⸗

deſſen hielt auch ſie nicht an. Eines ſchönen Tags gefiel dem

brütenden Arzte plötzlich wieder ſeine Kunſt. Er ermannte ſich auf's Neue zu angeſtrengter Thätigkeit. Die Siegespalme des Heilkundigen, die ihm ſchon ſehr in den Händen geſchwankt,