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„Ich höre,“ erwiederte ich.
„Vor noch nicht einem Jahre,“ fuhr jener fort,„war Cahetano mit einem Weibe vermählt, das er leidenſchaftlich liebte und das ihn täuſchte. Das Haus, welches er zu Hermoſillo bewohnte, lag nahe beim Glockenberg, deſſen ſelt⸗ ſame Eigenthümlichkeit Ihnen bekannt iſt. Ein Vertrauter des Liebhabers ſeiner Frau, als Schildwache auf den Cerro geſtellt, ſpähte gegen Abend Cahetano's Heimkehr aus und benachrichtigte die Schuldigen, indem er auf gewiſſe Art drei Schläge that. Auf dieſes Zeichen entſchlüpfte der Mann durch eine Hinterthüre. Ein geſchäftiger Freund, wie es deren Viele gibt, ſetzte Cahetano von den Vorgängen in Kenntniß. An einem Abende nun— und ich weiß es von jenem Freunde ſelbſt— ſchallte der Cerro ſo düſter, ſo ſeltſam, daß die zwei Liebenden bei dem Todesſchrei, welcher dies Tönen begleitete, vor Entſetzen bebten. Der Vertraute war es, deſſen Haupt Cahetano unter den klingenden Steinen zermalmte. Cahetano kehrte ruhig heim: vor allem ſollte ſeine Ehre mackellos ſein. Einen Monat ſpäter kam er mit der grauſen Schramme zurück, welche Sie an ihm kennen, der Geliebte ſeines Weibes kam aber nicht mehr zum Vor⸗ ſchein. Nach einigen Tagen verbreitete ſich das Gerücht, ſie ſelbſt ſei ermordet, unter den Trümmern ihres Hauſes gefunden worden. Cahetano wurde ins Gefängniß geſteckt und erſchien vor dem Richter; ſtatt aber eine Entſchuldigung zu ſuchen, indem er den Ehebruch enthüllte, deſſen Strafe der Mord war, blieb er auf die Gefahr des Knüttels dabei, daß er


