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Band 3 (1846) Band 3
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fragte Andreas:Biſt Du ſchon in Rottenmann geweſen, Hieſel?

Das verſteht ſich. Laß hören.Wie haben's die ge⸗ macht?

Laß Dir ſagen. Das Städtlein iſt einmal gar arm und in Noth geweſen, bald nach der Heidenzeit, weißt? und nach dem großen Krieg mit den uralten Türken. Und nichts hat helfen und klecken wollen; ſie waren am Verhungern, die in der Stadt, die ſelbigsmal anders geheißen hat, als jetzo, wohlgemerkt. Da iſt einmal zum Glück, und nur

das einz'ge⸗ Da das Beten nichts hilft, wollen wir's anders verſuchen! und find alle unter ihren Galgen gezogen die vom Rath, der Syndiker voran zur Mitternacht mit Kerzen und Wind⸗ lichtern. Und der Herenmeiſter hat ſeine Kunſt gemacht, und auf einmal iſt wohl das rechte Blutmandl vor ihnen geſtan⸗ den. Weißt? das wachſt heraus aus all dem Blut der Miſſe⸗ zter, die dort gerichtet werden, und iſt ein Erdgeiſt, der V acht hat über alle fündlich vergrabnen geſtohlenen Schätze aus Kirchen und Schlöſſern und Klöſtern.

Mit demjenigen Blutmafnl haben die B

ürger und Rath ein Verkommniß ge⸗ macht, und ſeit der Zeit iſt alles Elend in der Stadt in Wohlſtand und Freude verkehrt worden bis auf den heutigen Tag. Aber den Namen haben ſie von dem Blutmandl an⸗ nehmen müſſen, heißen deßhalb von Rottenmann, und in ih⸗ rem Wappen ſteht der rothe Mann, wie er leibt und lebt,

roth von oben bis unten, und hat das Freimannsſchwert in

mal, ein Hexenmeiſter im Rath geſeſſen, und der hat geſagt?