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zu gewinnen, wo er ſich niederthat und mehr zum Tod als zum Schlaf ſich vorbereitete, denn das Gewell ſtieg immer höher, und das Wetter wurde immer gröber und der Sturm pfiff und heulte ſo laut, daß der Schlaiben⸗Seppel ſein eigen Geſchrei mit eignen Ohren nicht hörte; vielweniger hätte das Einer am Ufer oder im See gehört. Aber es loſen auf ſolch' Nothgeſchrei auch noch andere Ohren als nur gerade Menſchen⸗
„Horch auf! Ruft mich nicht Einer vor'm Fenſter drau⸗ ßen?“ fuhr Hieſel auf.
„Dummheit! Vom Grimming gehen Steine nieder;“ lachte Andreas.
Worauf Hieſel:„'s iſt mir doch gerad geweſen, als riefe mich der Vater ſelig beim Namen! Weiter jetzo, Anderl.“
nn ſo geſchah es,“ fuhr Andreas fort,„daß auf einmal die Waſſer aufhörten zu rauſchen, und über den See kroch ein himmellanger Wurm, der grasgrün mit Silber⸗ ſtreifen glänzte. Das war der Seewurm oder das Waſſer⸗ weib, wie ſie's am See heißen, und hat ſich um den Seppel und ſeinen Felſen hergelegt, daß das Gewell noch ärger zum ſieden anfing, und der Schlaiben⸗Seppel hatte nun die Wahl, elendiglich umzukommen, oder ſich mit dem Zauberwurm zu bertragen. Das letzte that er auch wirklich, und hat ſeine Seligkeit dem Rieſenthier verſprochen, und gleich auf dem Rücken des Wurms durch Geſchlüft und Geklüft die Reiſe nach den„Goldlacken⸗ gemacht. Von da an war ihm wohl, wie dem reichen Mann im Evangeli. Und ſelig iſt er doch
geworden und nah' an hundert Jahr hat er gelebt. Da er


