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dichten Maſſe. Weich und geſchmeidig, das Gewehr in der Band, ſchwang ſich der Jüngling durch die Aeſte. Um ihn
dort zu entdecken, mußte man wiſſen, daß er dort war, während er ſelbſt alles um ſich her überſehen konnte.
Kaum war Fräulein Karin allein, als ſie mit kluger Ueberlegung ihr Gewehr wieder aufnahm, ihre Tracht ordnete und wie eine ruhige Jägerin am Ufer ganz in der Nähe des alten Baumes ſtand, der ihren erzürnten Freund verbarg. Es kam ihr ſonderbar vor, als ſie daran dachte, daß ſie ſich beide bewaffnet einander gegenüber ſtanden, als ob ſie ſich wie Feinde bewachten, ſtatt wie Liebende mit einander zu koſen.
Bald blies das Jägerhorn ſeine Signale. Man gab ſich zu erkennen, daß man das Fräulein wiedergefunden. Die Da⸗ men, welche der Jägerſchaar folgten, eilten zu ihr, als ſie einen kleinen Weg gefunden, auf welchem ſie durch den Wald zu ihr kommen konnten. Sie grüßte ſie freundlich, als ob nichts vor⸗ gefallen wäre, und bald ſtand die ganze Gruppe in ſtummer Verwunderung über den ſeltſamen Anblick des dunkeln Berg⸗ ſees da.
Aber ganz unbermuthet für das Fräulein ritt ein ſchöner ſtolzer Reiter an ihre Seite. Es war Graf Königsmark. Nach⸗ dem er mit der ihm eigenen Grazie gegrüßt, ſagte er:„Der Reichskanzler hat mir durch dieſe Jagd das unſchätzbare Glück verſchafft, Fräulein Karin wiederzuſehen. Ich wagte kaum dieſe Hoffnung zu hegen, obwohl ich allein um das Fräulein zu finden, die Reiſe zum Reichskanzler unternahm.“
Karin beantwortete erröthend dieſen Gruß. Sie wandte ſich gegen ihn, um der großen Fichte den Rücken zu bieten und
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