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1848 Band 1
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Ein höhniſches Gelächter ſchwebte auf ſeinen Lippen. Er antwortete ſtolz:So lebe wohl, Karin, Du meiner Fu⸗ gend Geliebte! Du, die früher mein junges Herz beſaß, um es in ſeinen ſchönſten Hoffnungen zu täuſchen. Aber mitten in meinen Vorwürfen will ich, ob es auch bitter ſchmecken mag, den letzten Abſchiedskuß mit mir nehmen.

Haſtig küßte er die Angſtvolle, die in ihrer Verwirrung ſich ſeinen Liebkoſungen überließ und ihn nicht zurückſtoßen wollte, da ſie zwiſchen Furcht vor ſeinen Drohungen und einem Gefühle wiedererwachender Liebe hei ſeinen Küſſen ſchwankte.

Aber es ſchien, als ob er die Gefahr wenig ſcheute. War es vielleicht die Rache, die in des gereizten Jünglings Herz glühte, ſeit die Liebe ihre letzten, bittern Erklärungen ausgeſprochen? Er ſtand feſt und hielt ſie in ſeinen Armen. Von den Ufern des ruhigen See's konnte die Gruppe der bei⸗ den Liebenden geſehen werden und das ſchwarze Waſſer ſpie⸗ gelte ihre Geſtalten in ſeiner Tiefe wieder.

Plötzlich ſtreifte ein Schuß ganz nahe an ihnen vorüber. Da erſt ließ Guſtav ſie los und faßte ſein Gewehr.Lebe wohl, Karin! rief er noch einmal.Fürchte Dich nicht vor mir! Lieber, als daß ich mich von Deines Vaters Diener⸗

ſchaft ergreifen und wegen der verbotenen Jagd in's Gefäng⸗

niß werfen laſſe, will ich mit ihnen Allen kämpfen Mein Gewehr iſt ſicher und lebendig ſoll mich Keiner in die Hände bekommen.

Eine düſtere, niederhängende Fichte, ein hundertjähriger, mooſiger Maſtbaum ſtand gebeugt über dem See mit ſeiner

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