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biſt ja mein Jugendfreund, mein Geliebter! Sei es immer für mich.“
Er führte ſie ſachte einige Schritte näher an das Ufer des Hallſee. Der kohlſchwarze Waſſerſpiegel, einem ungeheuren geſchliffenen Agate ähnlich, ſpiegelte dennoch die wechſelnden Wolken des Himmels auf ſeinem dunkeln Boden. Das Fräulein ſchauerte vor dem Anblicke des ſeltſamen Schauſpieles zurück.
Plötzlich hörte man am Strande des ſchwarzen Waſſers ein Hundegebell. Die erſchrockene Schaar der Hirſche war gerade dorthin getrieben worden. Auf einmal ſtürzten ſich die Hirſche in das Waſſer und ſchwammen mitten durch den See.—
Da zeigten ſich Jäger zwiſchen den Bäumen. Karin wollte ſich losreißen.
„Fliehe, Guſtav!“ flüſterte ſie.„Daß Dich Niemand ſieht.“
„Willſt Du, daß ich mich in der ſchwarzen Tiefe ver⸗ berge?“ fragte er.„O wie gerne würd' ich es thun, wenn Du mir folgteſt.“
Sie ſchauerte.„Verſuche mich nicht mehr, Guſtav!“ bat ſie.„Die Gefahr ſchwebt über uns. Verbirg Dich, wenn Du nicht Dein und mein Unglück willſt.“
„Und wenn es auch Dein und mein Unglück gälte,“ fiel er ein,„müßte es nicht eine um ſo größere Freude für mich ſein, weil es uns Beide mit einander träfe?“
„Verbirg Dich, verbirg Dich!“ rief ſ ſie angſtvoll und wollte ſich losreißen.


