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1848 Band 1
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ſchlägſt und begehrſt. Glaubſt Du, daß wir ihren Nachfor⸗ ſchungen entgehen würden? kannſt Du Dir denken, daß nicht

jede Ritze durchſucht werden würde? Und wie lange ſollten* wir uns dort verbergen? Sie würden nie aufhören, uns zu ſuchen und zu verfolgen.

Ich fürchte ſie nicht, rief er.Wir ſind ja bewaffnet für den erſten Fall. Kein Lebender ſoll den Eingang der Grotte betreten, ſo lange wir darin ſind. Folge mir, meine Geliebte!

Auf ihren blaſſen Lippen ſchwebte ein Lächeln.Mein guter Guſtav! ſeufzte ſie,Du bergißt, daß wir wohl

ſterben müßten, wenn nicht anders, ſicher vor Hunger. Das wäre doch ein Tod, dem Du mich wohl nicht ausſetzen möchteſt?

Guſtav entließ ſie nicht aus der feſten Umarmung. Aber es war ein gewiſſer kalter Stolz, der in ihm zu erwachen be⸗ gann. Mit einem bittern Lächeln ſagte er:Du ſiehſt wirk⸗ lich ruhig und klar. Eigentlich wollte ich Dich nur verſuchen: denn ich ſehe die Unmöglichkeit, dieſen Vorſchlag zu bewerk⸗ ſtelligen, wohl ein. Aber ich muß Dir geſtehen, Karin, Deine kalte Verſtändigkeit erſchreckt mich. Ich hatte wohl ein⸗ geſehen, daß unſere unvermuthete Begegnung die letzte Ab⸗ ſchiedsſtunde wäre; aber ich hoffte, daß ſie milder, freundlicher in all' ihrer Vitterkeit ſein würde.

Nun wurden die Augen des Mädchens naß.Guſtav! rief ſie und drückte ſich feſter an ſeine Bruſt:Guſtav! ſo wollte ich Dich ſehen und finden. Mild und freudig, wie Du