Zeitschriftenband 
1848 Band 1
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das ich wie einen Wink vom Herrn des Schickſals betrachte. Ich werde ihm folgen. Von heute an ſollſt Du mein ge⸗ hören..

Die Wangen des jungen Mannes glühten, ſeine Augen flammten, und der Druck, mit dem er ihre weiche Hand feſt⸗ hielt, wurde immer ſtärker. Aber ſie erblaßte, und in den ſonſt ſo ſtolzen Zügen malte ſich eine zunehmende Angſt. Sie zitterte, als er endlich ſogar ſeinen Arm um ihren Leib ſchlang und ſo mit der kühnen Ueberlegenheit eines liebenden Jüng⸗ lings ihre Gefangennehmung vollendete.

Wiſſe, meine geliebte Karin, fuhr er fort,ich kenne dieſen Berg mit all' ſeinen ſeltſamen Grotten und Gängen beſſer als irgend ein anderer Menſch auf der Erde. Folge mir! Ich werde Dich an einen Platz führen, wo uns die ganze Welt nicht finden ſoll. Laß die Jägerſchaar uns ſuchen. In einer Grotte mit der Ausſicht über den Wenern, wohin kein Menſch außer mir den Weg weiß, dort wollen wir warten, bis ſie alle Hoffnung, Dich zu finden, verloren haben. Sie mögen Dich für alle Zeiten verſchwunden glauben, und nach einiger Zeit, wenn ſie das Suchen aufgegeben, bringe ich Dich auf meinen kleinen Hof, wo wir ganz für einander leben wollen. Niemand kennt hier meinen Namen, und eben ſo wenig den Deinen. Gerade hier wird man Dich am Wenigſten ſuchen. Unſer Leben ſoll ein ungeſtörtes Glück ſein. Meine Geliebt

Sie ſuchte ſich aus ſeiner Umarmung los zu machen und unterbrach ſeine eifrige Rede:Du weißt nicht, was Du ſagſt, Guſtav! rief ſie.Es iſt eine Unmöglichkeit, was Du vor⸗