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1848 Band 1
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Dir ſagen, wie ſeltſam es Dir auch dünken mag. Beſchuldige mich nicht, daß ich anders von Dir ſpreche, als mein Herz fühlt. Ich liebe Dich, Karin, von ganzer Seele, obwohl Du ſo gut als eine Fürſtentochter biſt und ich nur der Sohn eines ſchwediſchen Dichters. Ich liebe Dich ſo ſehr, daß ich nicht einmal den Gedanken ertragen kann, Du möchteſt einem Andern angehören, wenn Du auch den Gedanken mit ſo feinen Worten vertheidigſt, als Du willſt.

Du liebſt mich alſo nicht um meinet⸗, ſondern um Deinetwillen! unterbrach ihn Fräulein Karin.So iſt meine Liebe nicht: gerade um Deinetwillen, gerade um Dich als den edelſten und beſten Menſchen betrachten zu können, deßhalb verlange ich, daß Du Kraft zu entſagen habeſt. Du ſiehſt ſelbſt allzugut ein, daß wir Beide mit unſerem warmen Herzen uns der äußern Welt und dem Geſetze der Nothwendigkeit unter⸗ werfen mußten. Was fragt die Welt darnach, ob wir leiden? Aber woran uns ſelbſt liegen muß, iſt, daß wir ſo leiden, um ohne Scham einander ſehen, und wenn es gelten ſollte, ohne Furcht vor die Welt treten zu können.

Es mag wirklich bewunderungswürdig ſein, fiel er ein, daß Du, als Weib, bereit biſt, Dich unter den Zwang der äußeren Umſtände zu beugen. Aber das iſt nicht des Mannes Art. So kenne ich die Liebe nicht. Deßhalb, Karin, iſt es mein Entſchluß, von dieſem Augenblicke an keiner äußern Macht zu weichen. Es iſt ein wunderbares Geſchick, das uns ſo unerwartet zuſammenführte; ja, daß Du ſo unbermuthet gerade zu meiner einſamen Freiſtatt gekommen und ich Dich ferne von allen Zeugen und Verfolgern treffen mußte, iſt ein Ereigniß,

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