Zeitschriftenband 
1848 Band 1
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gewaltig gegiftet, daß ich dem Schwaben willig zuhörte. Dem Herrn ſpring ich freilich immer davon.

Der Hauptmann machte zu dieſer Auskunft eine krauſe Stirn; eine noch krauſere der Meiſter. Er brummte und murmelte etwas in den Bart, bevor er fragte, was der Geſell denn eigentlich zu ſagen gehabt, gleichviel ob ſtehend oder knieend?

Nischen erröthete; der Feuerrüpel vermuthlich auch, nur daß unter dem Ruß nichts davon zu ſehen war.

Darf ich's nicht wiſſen? fragte der Meiſter.

Ja freilich, antwortete der Schwab':es muß doch einmal zu Tag kommen. Drum ſoll die Rauchfangkehrerei zu Auſtädt vergeben werden. Der alte Meiſter iſt ohne Kind und Kegel geſtorben, und der Herr Syndicus will ſich verwenden, daß ich auf's Plätzle hinkomm'. Der Meiſter Kobus wird wohl auch ein gutes Wörtle einlegen?

Jakob zuckte die Achſeln.Mein Schweſterſohn Peter hat um die Stelle geſchrieben, ſprach er dazu:auch müßteſt Du wenigſtens dreihundert Gulden beſitzen, um Haus und Gerech⸗ tigkeit antreten zu können, Du armer Schlucker.

Jörgel lachte, blinzelte gegen Nischen hin und entgegnete: Auch davon haben wir geſprochen..Schon gut, unterbrach ihn der Meiſter, dem längſt ſchon ein Licht aufge⸗ gangen war,wir wollen morgen mehr davon reden. Jetzt geh' in Deine Eſſe, und Du, Jungfer, in Deine Küche. Wir haben hier andere Dinge zu beſprechen.

Gehorſam entfernten ſich die Beiden. Faver hatte zuvor kein Auge von der jungen Dirne verwendet, und nun ihr nach⸗