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Band 2 (1847) Band 2
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vermißten Geſellen. Mein Freund ahmte, ſo gut er konnte, den Schrei des indianiſchen Jägers nach, der einem angeſchoſſenen Hirſch folgt. Ein neuer noch entfernterer Ruf belehrte uns, daß die anderi ihrem Kameraden Waidmannsheil wünſchten, dann warts ſtill. Das alles war beinahe ſchneller geſchehen als geſagt, und es war inzwiſchen noch nicht Tag geworden. Im Halbdunkel allein konnten wir hoffen, die zwei Apachen noch zu überraſchen, und es galt kein Säumen. Da wir uns von der Inſel entfernten, wo das Lager war, und nur zwei Gegner vor uns hatten, ſo brauchten wir nicht gar ſo arg vorſichtig zu ſein, und konnten raſch der Richtung zueilen, von wo wir die Stimmen vernommen. Wir erreichten einen kleinen Bach, der ſich in den Strom ergießt, und gingen unhörbar aufwärts ſeinem Lauf entgegen. Wir dachten wohl, daß die Rothhäute wenigſtens eben ſo viel von der Jagd verſtänden als wir, und daher zum Waſſer kommen würden. Wir ver⸗ rechneten uns darin nicht, und es lohnt wohl der Mühe, zu erzählen, was ſich nun zutrug; Ihr werdet ſehen, wie pfiffig dieſe Schlingel ſind.

Der Bach, woran wir hingingen, bildete bei ſeinem Ur⸗ ſprung eine Art von Teich zwiſchen Büſchen und dicht bei⸗ ſammenſtehenden Stämmen. Wir hatten ſo leiſe das Dickicht hier erreicht, und das allenfallſige Geräuſch unſerer Schritte glich ſo täuſchend dem Raſcheln des Morgenwindes im Laub, daß wir nicht im mindeſten zwei ſtarke Lirſche ſtörten, die ſich luſtig im hohen Gras umhertummelten, woraus nur ihre Ge⸗ weihe und zuweilen die Köpfe zum Vorſchein kamen Bald erblickten wir auch noch zwei andere Hirſche, welche dieſe beiden