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Band 2 (1847) Band 2
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mit Neugier und doch nicht ohne Scheu betrachteten; wenn ſie ſich einen Schritt näher gewagt hatten, prallten ſie wieder um zwei zurück. Trotz des zweifelhaften Dämmerſcheins ſiel uns auch ein gewaltiger Unterſchied zwiſchen den zwei Paaren auf. Die einen, die unſern, wie ich ſie nennen will, hatten etwas ſonderbar Starres im Blick, etwas Eckiges in den Bewegun⸗ gen, was die Scheu der andern allerdings rechtfertigte. Doch wurde ihre Neugier nach und nach der Furcht Meiſterin; ſie wagten einige ſcheue Schritte vorwärts. Da wichen die unſern zurück, und kamen uns ganz nah, die wir, jeder ſein Meſſer zwiſchen den Zähnen, uns nicht rührten. Plötzlich krachte das Gebüſch, worin wir ſtacken; des Canadiers mächtige Fauſt hatte den einen Hirſch gepackt, und der verkappte Indianer

ſtieß ſeinen letzten Schrei aus. Ich hatte meinen Sattel nicht

bei mir; ſo dacht ich:du mußt ihn eben ohne Sattel und Zeug reiten, ſchwang mich auf den Rücken des andern, preßte ihn gewaltig feſt und dachte ihn ſo abzufangen. Er wich be⸗ hend dem Stoß aus, warf den entlehnten Kopf von ſich und ſchüttelte mich ab. Vergebens erhaſcht' ich ihn beim Bein; er riß ſich mit ſo verzweifelter Kraftanſtrengung los, daß ich beinah glaubte, ſein Fuß müſſe in meiner Hand geblieben ſein. Er hatte mich dabei zu Boden geworfen und war mit Einem Satz aus meinem Bereich. Ich verfolgte ihn zwar, aber er war mir zu flüchtig und außer mir vor Wuth fuhr ich mit der Büchſe zur Wange auf. Da lag er, um nim⸗ mer aufzuſtehen, aber der Knall des Schuſſes weckte ringsum den Widerhall.Jetzt haben wir's, rief der Canadier:der Lärm ruft das ganze Lager her.