unſeres Geſchickes bringen. In ſolchen Augenblicken, Herr,
iſt es ein tröſtliches Gefühl, niemand hinter ſich nachzulaſſen. Ich konnte mich eines traurig unheimlichen Gefühles nicht er⸗ wehren beim Schreien der Käuzlein und beim Krachen und Kniſtern der Stämme und Aeſte im Walde hinter uns. Ich begann unter dem ſich verdichtenden Morgennebel ein wenig Fröſteln zu empfinden, als mirs in der Dämmerung vorkam, wie wenn ſich drüben auf der Inſel etwas regte. Ich bat Gott, die heilige Jungfrau, die armen Seelen im Fegfeuer um Beiſtand, und weckte meinen Geſellen.
„Einige Raben begrüßten krächzend das Nahen des Mor⸗ gens. Bald unterſchieden wir ein Geplätſcher im Waſſer, und erkannten ein Schiffchen mit einem, mit zwei, mit drei Rothhäuten, die leiſe und vorſichtig nach unſerer Seite ruder⸗ ten. Der Canadier drückte heftig meinen Arm; wir ließen uns jeder auf ein Knie nieder, ſchütteten friſches Zündkraut auf, und hielten uns gefaßt. Unſere Spannung war groß...4
Bermudes wurde hier unterbrochen; das Fohlen zerrte ängſtlich am Halfterſtrick, und durchs Gebüſch brach es mit unheimlichem Lärm, daß ich zuſammenfuhr.
„Habt Ihr kein Gebrüll vernommen?“ fragte ich.
Der Siebentödter ſchüttelte lächelnd das Haupt.
„Wenn Ihr einmal, ein einziges Mal nur einen Tiger habt brüllen hören,“ ſagte er:„ſo wird es Euch nimmer be⸗ gegnen, das Sumſen der Mücken damit zu verwechſeln. Doch nur Geduld, noch vor Mitternacht werdet Ihr wiſſen, wo
Barthel den Moſt holt.“
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