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Band 2 (1847) Band 2
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gewählt; ſie unverſehens im Lager zu überfallen, ſchien un⸗ möglich. Der Mond beſchien die Waſſerfläche ſo hell, daß noch die kleinſten Wirbel zu erkennen waren, wo ſich die Wogen an emporragenden Steinen brachen; wir unterſchieden auch deutlich die Blätter von Waſſerpflanzen, und hier alſo war eine Fuhrt zum Durchwaten. Auf dieſem Weg mußten die Rothhäute zur Inſel gegangen ſein, und wahrſcheinlich wähl⸗ ten ſie ihn auch zur Rückkehr. Wir zogen uns alſo etwas davon zurück.

Nun hielten wir Kriegsrath. Wir kannten die Gewohn⸗ heiten der Indianer hinlänglich, um zu wiſſen, daß ſie das ſichere Lager nur darum ausgeſucht hatten, um einen Tag lang zu jagen. Wir durften alſo vermuthen, daß ſie ſich ver⸗ theilen würden; was uns eine Möglichkeit des Erfolges an die Hand geben konnte. Da ich ein wenig geſchlafen hatte, hieß ich den Canadier desgleichen thun, und ich ſetzte mich zu ihm. Er ſäumte nicht zu ſchnarchen, wie grade jetzt, und ich äugelte durch das dichte Laub nach dem Feind hinüber. Beim ſanf⸗ ten Gemurmel des Waſſers wär' ich ſelber ſchier eingeſchlafen, hätte nicht von Zeit zu Zeit das Geheul der Indianer die Stille unterbrochen.

Jubelt nur immer zu, Schufte; ſagte ich:Euer Freu⸗ dengeheul wird ſich bald in Schmerzgeheul verkehren, be unſer Blei euch zwiſchen den Rippen ſitzt.

Endlich legten ſie ſich auch ſchlafen, und kein guut ließ ſich vernehmen, als das Rauſchen des Laubes im Nachtwind und das Murmeln der Wogen. Die Stunden ſchlichen lang⸗ ſam dahin. Der Anbruch des Tages ſollte die Entſcheidung

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