men, und konnte von Augenblick zu Augenblick zum Handeln gezwungen ſein.
Der Erzähler begann:
„Nachdem wir Euch verlaſſen, brachten wir zwei Tage damit zu, die Fährte der Apachen zu verfolgen, was trotz der mannichfachen Widerſprünge nicht allzuſchwer war; ich fand ſogar die Spur meines Pferdes heraus, und glaubte zu erkennen, daß das arme Vieh über Macht zu ſchleppen hatte. Dieſe Bemerkung ſteigerte noch wo möglich meine Wuth. Bald vermehrten ſich die Huftritte von Roſſen und Mäulern, wor⸗ aus wir auf neuen Raub ſchloſſen. Endlich verloren wir die Spur ganz und gar am Rande eines Armes vom St. Peters⸗ Strom. Es war am dritten Tag nach unſerer Begegnung. Wir ſuchten vergebens beide Ufer des Fluſſes ab; die breiten Striche Kiesboden verriethen auch nicht das Geringſte. So waren wir denn zum zweitenmal von der Fährte gekommen. Abſeits vom Waſſer überraſchte uns die Nacht müd und matt. Die Reihe zu ſchlafen war an mir; ich ſtreckte mich aus und träumte ſüß, als mein Geſpann mich weckte.
„Was gibts?“ fragte ich:„Habt Ihr etwas entdeck?“
Seiner löblichen Gewohnheit treu, im Wald nur das Allernöthigſte zu reden, verſetzte er:—
„Aufgeſchaut!“
Ich rieb mir die Augen und ſah den Himmel geröthet.
„Flammenſchein von einer brennenden Hügelwieſe,“
ſagte ich. „Ihr träumt noch,“ verſetzte mein Freund.


