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Beide getödtet haben, hätte der Mann nicht mit ſeinem Leibe einen Wall für ſeine junge Frau gebildet. Fünf oder ſechs Stöße auf den Zufall nach verſchiedenen Punkten des Bettes gethan, hatten übrigens bewieſen, mit welcher Wuth die Mör⸗ derin zu Werke gegangen war.
Zu ihrer Entſchuldigung gab die Ghita an, S. habe ſie verführt und ihr die Ehe verſprochen. Doch ich habe ſeit⸗ dem erfahren, daß die erſte Hälfte dieſer Entſchuldigung eine Lüge war. Sie wurde indeſſen erſt lange nach dem an un⸗ ſerem Landsmann begangenen Verbrechen feſtgenommen.
Als der Marquis K. die Verhaftung der Schuldigen for⸗ derte, verſchanzte ſich der Gouverneur hinter der Unmöglichkeit, ihrer habhaft zu werden. Doch der Botſchafter von Frank⸗ reich war ein unbequemer Mann, der ſich nicht gern mit ſchönen Worten von Menſchlichkeit und Geduld und Aufſchub abſpeiſen ließ. Ghita war durch ihren Verwandten, den Günſtling des Cardinals Berliotti, verborgen gehalten worden; wir hatten den Verdacht, und der Marquis K. leiſtete mittelſt
einiger Louisdor, die er den Carabinieren ſchenkte, der Juſtiz den ſchlechten Dienſt, ihr Neſt ausnehmen zu laſſen. Man brachte ſie nach dem Caſtell Sant Angelo. Da legte ſie die von mir angeführten Geſtändniſſe ab. Trotz des lebhaften Verlangens der Behörde, Zeit zu gewinnen, betrieb der Bot⸗ ſchafter die Sache ſo gut, daß ein Urtheil geſprochen werden mußte, ſollte nicht ein Zerwürfniß des päpſtlichen Hofes mit der franzöſiſchen Regierung eintreten. Ghita wurde zum Strange verdammt, mit Hülfe des Marquis K., welcher nicht von der Stelle wich, was ihm in Rom den Ruf eines grau⸗


