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Band 2 (1847) Band 2
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nachzufolgen verſprochen hatte. Ich erzählte dem Marquis K. Alles, was ich von den Vorgängen des Modells und den un⸗ ſeligen Ideen des armen Malers wußte. Der Botſchafter zweifelte eben ſo wenig als ich daran, daß die junge Römerin den Mord begangen habe. Es wurden auf der Stelle Be⸗ fehle gegeben, um bei dem Cardinal Großjuſticiar ihre Ver⸗ haftung zu bewirken, wenn es noch Zeit wäre. Zur Erleich⸗ terung ertheilte ich jede Auskunft, die mir zu Gebot ſtand. Der Graveur kam und meldete, die junge Frau ſei endlich aus ihrer tiefen Ohnmacht erwacht. So viel man aus ihren erſten Erklärungen entnehmen konnte, befand ſie ſich mit ihrem Gatten nur einige Augenblicke im Bett, als ſie ein ſonder⸗ bares Geräuſch hörte und das Licht unter einem unſichtbaren Hauche erloſch. Nun ſprach der arme Gatte ein paar Worte, die ſie nicht verſtand, und ſchloß ſie in ſeine Arme, als wollte er ſie beſchützen; da ſie nichts von dem begriff, was vorging, ſo ſuchte ſie ſich loszumachen; doch alsbald fühlte ſie über ihren ganzen Körper warme Wellen fließen, welche einen Blut⸗ geruch verbreiteten... Das Lager erlitt mehrere Stöße... dann fühlte, wußte ſie nichts mehr.. ſie war ohnmächtig. Später entnahm man aus den Geſtändniſſen der Ghita, welche ohne Umſchweife Alles ſagte, daß ſie ſich, als Mann verkleidet, auf der Geheimtreppe verborgen hatte, daß ſie, auf⸗ merkſam auf die Stunde ihrer Rache lauernd, in dem Augen⸗ blick, wo ſich die Gatten zu Bette gelegt, in das Hochzeitge⸗ mach gedrungen war. Sie wollte den Mann ermorden und die Frau vor Angſt und Schrecken ſterben machen. Auf den Zufall in der Finſterniß ſtoßend, würde ſie ohne Zweifel