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als ich mich von miner erſten Unruhe erholt hatte, ſah ich ein, daß ſie es war, welche dieſe Gelegenheit geſucht, um mich zu verhöhnen Ich brauche Euch nicht zu ſagen, wie ſehr ich ſie mit einem Schlage haßte, und wie ich ihm im Gegentheil Dank wußte für das Unbehagen, das ihm dieſe Lage bereitete, welche nur für ihn erträglich geweſen ſein dürfte, wenn er wirklich ſo feig und unwürdig geweſen wäre, wie er mir Anfangs vorgekommen!“
„Nun vertheidigt ſie ihn!...“ unterbrach ſie S... der nicht mehr malte, ſeitdem Ghita wieder von dem Mon⸗ teggiano zu ſprechen angefangen hatte;„wie liebt ſie ihn!“
„Ja,“ erwiederte ich,„ſo daß ſie ihm am Ende die Haut durchlöchert haben wird.“
„Was wäre daran gelegen!“ murmelte der arme Künſtler.
Ghita fuhr fort:
„Ich that mir auch keinen Zwang an, wie Ihr Euch wohl denken könnt; ſobald ich wieder Herrſchaft über mich erlangt hatte, prüfte ich ebenfalls dieſe Dianora, der die Täu⸗ ſchungen und Mittel der Scene Schönheit verleihen konnten. Doch ich bin gerecht, es war am Tag wie am Abend ein hübſches Mädchen. Sie hatte braune Haare, blaue Augen und ſchöne Zähne. Vielleicht ein wenig fetter, als es ſich geziemt, um die Eleganz zu behalten, nach der Anſicht der Maler, die ich höre, ſchien ihr Körper weiß und friſch: es war im Ganzen, wie die jungen Leute vom Corſo ſagen, ein appetitliches Geſchöpf. Ich war wüthend, daß ich ſie ſo hübſch fand, denn das Theater ſchmeichelte ihr nicht: ſobald ſie mich ſo prüfend angeſchaut ſah, beſtrebte ſie ſich, gegen ihn Ma⸗


