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Band 2 (1847) Band 2
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weiß nicht wie oft gerufen; als er zum letzten Male er⸗ ſchien, weinte ich... ich vermöchte nicht zu ſagen, wa⸗ tum.. es geſchah unwillkührlich... die Erſchütterung! Ich legte die Hand auf die Narbe der Wunde, die er mir beigebracht hatte, und es kam mir vor, als öffnete ſie ſich wieder, um meiner Seele und meinen Seufzern Durchgang zu laſſen. Ganz außer mir rief ich ein ſo ſcharfes, ſo ſchrilles Bravo! daß alle Anweſenden, nicht gewohnt, Frauenſtimmen mit ſolchen Kundgebungen ſich vermiſchen zu hören, mich mit den Augen ſuchten... und Carlino ſelbſt ſchien ſeine Blicke in das Parterre tauchen zu wollen, wo ich verborgen war. . Dieſer Schrei hatte ihm wohl Alles geoffenbart.

Man ſagte in meiner Nähe, die Dianora ſpiele im letzten Stücke.. Ich fühlte eine Art von Abneigung, ſie wieder zu ſehen... überdies war ich ſo bewegt, ſo erſchüt⸗ tert, daß es für mich ein Bedürfniß war, wegzugehen... Das war genug für einen Abend: ich entfernte mich.

Ich hatte eine Nacht voll der heftigſten Gemüthsbewe⸗ gungen: das Fieber ſchüttelte mich, ich konnte nicht ſchlafen, und wenn ich einen Augenblick entſchlummerte, wurde ich von

den bizarrſten Träumen heimgeſucht. Vergebens wollte ich meine Vernunft zu Hülfe rufen, um das Uebel zu beſchwören. Unmöglich, das war ſtärker als ich.

Am andern Tage gelang es mir jedoch, ein wenig Herr⸗ ſchaft über dieſe Tollheit zu gewinnen, welche ich wohl als eine ſolche erkannte, und ich bemühte mich, alle Urſachen des Grolls aufzuzählen, die ich gegen denjenigen hatte, welcher eine ſo ſeltſame und geheimnißvolle Gewalt über mich ausübte.