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betäubender Lärmen! Das Parterre war voll bis in den Gang und ich hatte furchtbare Noth, um durchzuſchlüpfen. Der⸗ jenige, welchem dieſer Beifallsſturm zu Theil wurde, war⸗Car⸗ lino. Er war prachtvoll nach der Weiſe der Albaneſer ge⸗ kleidet, denn man gab ein Stück über einen modernen griechi⸗ ſchen Stoff. Ich erblickte ihn nur einen Augenblick: er ging zum dritten oder vierten Male vor dem Vorhang vorüber, um das Publicum zu begrüßen und ſich zu bedanken, und hiebei benahm er ſich wie nicht einer von den vornehmen Herren, die ich bei dem Botſchafter geſehen hatte, obgleich er es nur mit Leuten aus dem Volke und aus den Buden zu thun hatte.
„Ein Stück war geſpielt. Das zweite war eine Farce nach franzöſiſcher Manier; Carlino gab eine komiſche Rolle: einen Liebhaber, der ſeine Geliebte unter der Eiferſucht eines Ehemanns verfolgt. Er war gekleidet ungefähr wie zur Zeit, wo er in Rom lebhaft, munter, zierlich, reizend unter meinem Fenſter vorüberging. Man ſagte neben mir, er wäre eben ſo gut im Komiſchen als im Tragiſchen. Die Frau, auf welche er es im Stück mit ſeiner Leidenſchaft abgeſehen hatte, war eine hübſche kleine Brunette, die ſich Fiorentina nannte, weil ſie von Florenz war, wie ich ſpäter erfuhr. Sie ſpielte auch vortrefflich; ſie hatten ſo witzige Manieren, ſich anzuſchauen, daß man beſtändig applaudirte, wenn ſie eine Scene mit ein⸗ ander gaben; und das Publicum, das für ſie gegen den Eifer⸗ ſüchtigen Partei nahm, ziſchte und pfiff gegen dieſen dergeſtalt, daß der arme Schauſpieler, dem dieſe Rolle übertragen war,


