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mit ſeinem Impreſſario gebrochen und ſich bei einer anderen Geſellſchaft engagirt. Sein Talent hatte ſich mittlerweile ent⸗ wickelt und er erfreute ſich in dieſem Augenblick eines großen Beifalls in Neapel. Das Bulletin, das mich in meiner Ein⸗ ſamkeit aufgefunden, kündigte eine Vorſtellung zu ſeinem Vortheil an; er ſollte in drei Stücken erſcheinen und im Zwiſchenakt die Cavatine aus Sapho vom Maeſtro Paceini ſingen:
„Eine ſeltſame Erſcheinung! nach Allem, was zwiſchen uns vorgefallen, verſetzte mich die Erinnerung an den Mon⸗ teggiano in eine außerordentliche Unruhe. Zwanzigmal las ich die Ankündigung, welche ſo unſeliger Weiſe in meine Hände gekommen war, und die Lobeserhebungen, die man al primo attore, l'egregio signore Carlino ſpendete, ſtiegen mir in den Kopf. Es war, als ob ich La⸗ erymä⸗Chriſti⸗Wein getrunken hätte, von dem ich einmal, wie ich mich erinnere, in Rom beim Botſchafter koſtete, wonach ich nicht mehr wußte, was ich dachte.. So oft ich dieſe un⸗
heilvolle Ankündigung wieder las, geriethen meine Gedanken
aufs Neue in Unordnung, und dennoch wurde ich immer und immer darauf zurückgeführt. Ich ſah Carlino beklatſcht, her⸗ ausgerufen, Blumen empfangend, im Triumph fortgetragen.. ich faßte für ihn Alles zuſammen, was ich in Rom von den Tollheiten hatte erzählen hören, die das Publicum für die be⸗ rühmten Sänger des Teatro Valle begeht, und mir ſchien es, als müßte ich nun ſtolz ſein auf den Dolchſtoß, den er mir ein Jahr zuvor gegeben hatte... Ich war wahnfinnig!“ Der Erzähler. 1847. U. 16


